Frankfurt & Rhein-Main

Umzug zum Studium nach Frankfurt: WG-Zimmer, Termine, erster eigener Umzug

A&V GroupVeröffentlicht am 8 Min. Lesezeit
Umzugsteam steht vor einem Transporter und bespricht den Ablauf des anstehenden Umzugs

Am 1. Oktober beginnt an den Frankfurter Hochschulen das Wintersemester, Mitte Oktober starten die Vorlesungen. In den Wochen davor wird in Frankfurt gesucht, besichtigt, zugesagt und umgezogen – auf dem studentischen Wohnungsmarkt dichter als zu jeder anderen Zeit des Jahres. Dieser Beitrag richtet sich an beide Seiten dieses Umzugs: an Studierende, für die es häufig der erste eigene ist, und an Eltern, die ihn aus einer anderen Stadt heraus organisieren und oft auch bezahlen. Er beschreibt, was einen Studierendenumzug von einem gewöhnlichen Wohnungsumzug unterscheidet – und er sagt klar, wann sich ein Umzugsunternehmen dafür lohnt und wann ein Transporter und zwei Freunde die bessere Wahl sind.

Warum die Wochen vor dem Semesterstart so eng sind

Die Zimmersuche für das Wintersemester beginnt für die meisten im August und zieht sich bis in den Oktober. WG-Zimmer werden dabei selten mit langem Vorlauf vergeben: Zwischen Zusage und gewünschtem Einzug liegen oft nur wenige Wochen, manchmal nur Tage. Gleichzeitig wollen fast alle zum selben Zeitpunkt einziehen – zum Monatswechsel vor Semesterbeginn oder kurz vor dem Vorlesungsstart.

Daraus folgen zwei einfache Regeln. Erstens: Sobald die Zusage da ist, wird der Umzugstermin festgelegt, nicht erst, wenn alles andere geklärt ist. Termine am Monatsende sind erfahrungsgemäß früh vergeben – das gilt für Umzugsunternehmen genauso wie für Mietfahrzeuge. Zweitens: Wer beim Einzugsdatum flexibel ist, legt den Umzug auf die Monatsmitte oder einen Wochentag. Die Nachfrage konzentriert sich auf die immer gleichen Tage, und ein Schritt daneben verschafft Auswahl.

Ein Punkt spricht dabei für den Herbst: Nach dem Sommer, der klassischen Hochsaison für Umzüge, haben Umzugsunternehmen erfahrungsgemäß wieder mehr freie Kapazität. Wer im September oder Oktober anfragt, hat deshalb bessere Chancen auf den Wunschtermin als im Juli – vorausgesetzt, die Anfrage kommt nicht erst in der letzten Woche. Wie sich ein Umzug in dieser Stadt grundsätzlich vorbereiten lässt, vom Mietvertrag bis zum Packplan, ordnet die Checkliste für den Umzug in Frankfurt.

Und wenn die Zusage tatsächlich erst zehn Tage vor Semesterbeginn kommt? Dann ist die Reihenfolge entscheidend: zuerst den Transport sichern, dann alles andere. Was sich bei sehr kurzem Vorlauf noch organisieren lässt und worauf dabei verzichtet werden kann, ordnet der Beitrag Kurzfristiger Umzug: Was ist noch möglich?; den passenden Rahmen beschreibt die Seite zum Last-Minute-Umzug.

Der erste eigene Umzug: weniger mitnehmen, als Sie denken

Der erste eigene Umzug hat eine Besonderheit: Es gibt wenig Umzugsgut, aber keine Erfahrung damit, was davon wirklich gebraucht wird. Die Versuchung ist groß, das halbe Jugendzimmer einzupacken – oder umgekehrt alles neu kaufen zu wollen. Beides wird teuer oder unpraktisch.

Bewährt hat sich eine einfache Sortierung:

  • Mitnehmen, was persönlich, eingespielt oder teuer ist. Kleidung für alle Jahreszeiten, Laptop und Technik, der Schreibtischstuhl, auf dem sich wirklich arbeiten lässt, das Fahrrad, eine gute Matratze, Lieblingsbücher und die Dinge, die ein Zimmer zum eigenen machen.
  • Vor Ort kaufen, was sperrig und austauschbar ist. Regale, Lampen, ein Beistelltisch – all das lässt sich in Frankfurt beschaffen und muss nicht quer durchs Land gefahren werden. Ein Regal kostet neu oft weniger, als der zusätzliche Platz im Transporter wert ist.
  • Vorher klären, was schon da ist. Viele WG-Zimmer werden teilmöbliert übergeben, oder die Vormieterin bietet Möbel zur Übernahme an. Die gemeinsame Küche ist praktisch immer eingerichtet – ein zweiter Topfsatz und die dritte Pfanne sind der Klassiker unter den Dingen, die umsonst mitfahren.

Zwei Handgriffe vor dem Packen ersparen die häufigsten Fehlkäufe: das Zimmer ausmessen (oder die Maße von den künftigen Mitbewohnern erfragen) und mit ihnen kurz durchgehen, was in Küche, Bad und Flur bereits vorhanden ist.

Das WG-Zimmer: Einzug in eine bewohnte Wohnung

Ein WG-Einzug unterscheidet sich von einem Wohnungsumzug in einem Punkt grundlegend: Es zieht nur ein Zimmer um, aber der Weg dorthin führt durch die Wohnung anderer Leute. Das verlangt weniger Logistik – und mehr Absprache.

Vor dem Umzugstag sollte geklärt sein: an welchem Tag und ab welcher Uhrzeit getragen wird, wer von den Mitbewohnern da ist und den Schlüssel übergibt, wo im Flur und im Treppenhaus kurz abgestellt werden darf und ob die Hausordnung Ruhezeiten vorsieht. Am Tag selbst gilt: Gemeinschaftsräume bleiben frei, Kartons wandern direkt ins eigene Zimmer, und der Flur ist Laufweg, kein Zwischenlager. Das klingt selbstverständlich, entscheidet aber darüber, wie der erste Eindruck in der neuen WG ausfällt.

Die zweite Besonderheit ist das Gebäude. Viele WG-Zimmer liegen in Gründerzeithäusern in Bockenheim, im Nordend, in Bornheim oder in Sachsenhausen – dritter oder vierter Stock, kein Aufzug. Die Treppenhäuser dort sind eng und oft gewendelt; große Möbelstücke werden dort in der Regel zerlegt getragen. Für ein einzelnes Zimmer heißt das meist nur: Bett und Schreibtisch vorher auseinanderbauen, Werkzeug und Beschläge in eine beschriftete Tüte packen.

In dicht bebauten Vierteln lohnt außerdem ein Blick auf die Parksituation. Wer mit dem Transporter kommt und keinen Platz vor der Tür findet, trägt jeden Karton eine halbe Straße weit. Eine frühzeitig beantragte Halteverbotszone sichert die Fläche vor dem Haus und verkürzt den Trageweg – wie das in Frankfurt funktioniert, steht im Beitrag zur Halteverbotszone in Frankfurt. Für einen einzelnen Zimmerumzug mit wenigen Kartons ist sie selten nötig; sobald Bett, Schrank und Schreibtisch mitfahren, kann sie den Tag deutlich verkürzen.

Aus dem Elternhaus in einer anderen Stadt: ein Tag, zwei Fahrzeuge

Der typische Studierendenumzug beginnt nicht in Frankfurt, sondern im Kinderzimmer in einer anderen Stadt. Die Eltern helfen, oft fährt die ganze Familie – und alles soll an einem Tag geschafft sein. Das gelingt, wenn die Rollen und die Fahrzeuge vorher feststehen.

Als Faustregel für die Aufteilung: Ins Auto der Eltern gehören Kartons, Kleidung, Technik und alles Zerbrechliche – das bleibt unter Aufsicht und übersteht auch eine längere Fahrt gut verpackt. Ein Transporter wird nötig, sobald Bett, Matratze, Schreibtisch oder ein Schrank mitfahren; in einen Kombi passt weniger, als der Blick in den leeren Kofferraum verspricht, und eine Matratze auf dem Dach ist keine Lösung. Liegt die Heimatstadt weiter entfernt, ist der Tag schnell von den Fahrzeiten aufgefressen – dann lohnt der Vergleich mit einem Fernumzug durch ein Unternehmen, bei dem die Familie nicht selbst den Transporter über die Autobahn fahren muss.

Drei Dinge machen den Tag planbar: eine mit den Mitbewohnern abgestimmte Ankunftszeit, eine realistische Antwort auf die Frage, wer die schweren Stücke in den vierten Stock trägt, und ein Puffer für den Rückweg – die Rückgabe des Mietfahrzeugs hat eine Uhrzeit, der Feierabendverkehr auch.

Ein Zimmer packen: klein, beschriftet, in einem Nachmittag

Ein einzelnes Zimmer ist an einem Nachmittag gepackt, wenn ein paar Grundregeln eingehalten werden. Kleine bis mittlere Kartons statt weniger großer – Bücher machen einen großen Karton untragbar, lange bevor er voll ist. Jeder Karton wird auf der Seite beschriftet, nicht auf dem Deckel. Kleidung auf Bügeln reist am besten in einer Kleiderbox und muss dann weder gefaltet noch gebügelt werden. Und ein Karton wird als “erster Abend” gepackt: Bettwäsche, Handtuch, Ladekabel, Zahnbürste, etwas zu essen – er fährt als letzter ein und wird als erster geöffnet.

Die ausführliche Anleitung mit Packreihenfolge und Gewichtsregeln steht im Beitrag Umzugskartons richtig packen. Wer den Umzug mit A&V Group durchführt, muss Kartons und Kleiderboxen übrigens nicht selbst beschaffen – beides stellt das Unternehmen auf Wunsch.

Ankommen: Campus, Viertel und die Anmeldung

Wohin der Umzug führt, hängt auch davon ab, wo studiert wird. Die Goethe-Universität verteilt sich über die Stadt: Der Campus Westend beherbergt große Teile der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, der Campus Riedberg im Norden die Naturwissenschaften, die Universitätsmedizin liegt in Niederrad südlich des Mains. Die Frankfurt University of Applied Sciences sitzt am Nibelungenplatz im Nordend. Beliebte Viertel für WGs sind Bockenheim, das Nordend, Bornheim, das Gallus und Sachsenhausen – gewachsene Viertel mit viel Altbaubestand, gut angebunden und mit allem versorgt, was der Alltag braucht. Perfekt planen lässt sich das selten: Am Ende entscheidet meist das Zimmerangebot, nicht die Wunschlage, und mit U- und S-Bahn sind alle Campus aus diesen Vierteln gut erreichbar.

Nach dem Einzug steht die Anmeldung des neuen Wohnsitzes beim Bürgeramt an – Fristen und Unterlagen erfragen Sie dort. Für die Anmeldung brauchen Sie eine Wohnungsgeberbestätigung – klären Sie früh mit der Vermieterseite oder den Mitbewohnern, wer sie bei einem WG-Zimmer ausstellt; das erspart später eine Suche.

Umzugsfirma oder Transporter und Freunde? Eine ehrliche Einordnung

Die ehrliche Antwort zuerst: Für ein einzelnes Zimmer mit wenigen Möbeln und einer Handvoll Kartons ist ein Umzugsunternehmen oft nicht nötig. Ein gemieteter Transporter, zwei Freunde und ein freier Samstag reichen für viele Studierendenumzüge vollkommen aus – und niemand sollte sich eine Dienstleistung verkaufen lassen, die er nicht braucht.

Es gibt aber Konstellationen, in denen die Rechnung anders ausgeht:

  • Niemand kann tragen. Die Eltern wohnen weit weg, die künftigen Mitbewohner sind noch im Urlaub, und die Freunde aus der Heimat haben am Umzugswochenende Prüfungen. Ein Umzug ohne Helfer ist keiner.
  • Vierter Stock, Altbau, kein Aufzug – und echte Möbel. Sobald Schrank, Bett und ein schweres Sofa durch ein enges, gewendeltes Treppenhaus müssen, ist der Unterschied zwischen geübten Trägern und gutem Willen erheblich – für die Möbel wie für die Rücken der Beteiligten.
  • Lange Strecke. Wenn die Heimatstadt mehrere hundert Kilometer entfernt liegt, stehen Mietfahrzeug, Kraftstoff, Rückfahrt und ein verlorenes Wochenende auf der einen Seite der Rechnung – ein durchorganisierter Transport auf der anderen.
  • Kein Spielraum beim Termin. Liegen zwischen Zusage und Vorlesungsbeginn nur wenige Tage, fehlt die Zeit, alles selbst zu organisieren.

Für einen kleinen Umzug ist dabei oft kein Besichtigungstermin nötig: Bei überschaubarem Umfang lässt sich das Umzugsgut telefonisch mit ein paar Fotos oder in einer kurzen Videobesichtigung erfassen, und ein Angebot erhalten Sie zeitnah. Wie ein solcher Umzug abläuft – vom Angebot bis zum Aufbau des Bettes im neuen Zimmer – beschreibt die Seite zum Privatumzug. A&V Group arbeitet dabei aus Frankfurt-Fechenheim, also aus der Stadt, in die der Umzug führt.

Am Ende zählt für Studierende wie für Eltern dasselbe: ein festes Datum, geklärte Helferfragen und ein Zimmer, das am Abend des Umzugstags ein Bett mit bezogener Decke enthält. Der Rest des Studienstarts findet ohnehin nicht zwischen Kartons statt, sondern auf dem Campus.

Häufige Fragen

Wann sollten wir den Umzugstermin für den Semesterstart festlegen?

Sobald die Zusage für das Zimmer da ist. In den Wochen vor dem Wintersemester ziehen viele Menschen gleichzeitig um, und Termine am Monatsende sind erfahrungsgemäß früh vergeben. Wer den Einzugstermin auf die Monatsmitte oder einen Wochentag legen kann, hat deutlich mehr Auswahl – beim Fahrzeugverleih ebenso wie beim Umzugsunternehmen.

Lohnt sich ein Umzugsunternehmen für ein einzelnes WG-Zimmer?

Nicht immer. Für ein Zimmer mit wenigen Möbeln und einer Handvoll Kartons reichen oft ein gemieteter Transporter und zwei Helfer. Ein Unternehmen lohnt sich, wenn schwere Möbel in obere Altbau-Etagen ohne Aufzug getragen werden müssen, niemand vor Ort helfen kann, die Strecke lang ist oder zwischen Zusage und Semesterstart nur wenige Tage liegen.

Was sollte man aus dem Elternhaus mitnehmen und was in Frankfurt kaufen?

Mitnehmen lohnt sich, was persönlich, eingespielt oder teuer in der Neuanschaffung ist: Kleidung, Schreibtischstuhl, Laptop und Technik, Fahrrad, gute Matratze. Große Möbel gehören nur auf den Transporter, wenn das Zimmer wirklich leer übergeben wird – viele WG-Zimmer sind teilmöbliert, und die gemeinsame Küche ist in der Regel bereits eingerichtet. Vorher nachfragen und das Zimmer ausmessen erspart doppelte Anschaffungen.

Wie läuft der Umzug ab, wenn die Eltern in einer anderen Stadt wohnen?

Meist als Tagesprojekt mit klarer Aufteilung: Kartons, Kleidung und Technik fahren im Auto der Eltern mit, sperrige Stücke wie Bett, Matratze und Schreibtisch brauchen einen Transporter. Wichtig sind eine mit den Mitbewohnern abgestimmte Ankunftszeit, eine realistische Fahrtzeitplanung und die Klärung, wer trägt. Für kleinere Umzüge lässt sich der Umfang oft vorab per Telefon mit Fotos oder einer kurzen Videobesichtigung einschätzen.

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